Demenzbetreuung

Demenz geht uns alle an...

...denn sie ist die zweithäufigste Erkrankung im Alter. Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Demenz kann bereits ab dem 50. Lebensjahr auftreten und geht mit einem langsam fortschreitenden Verfall der Nervenzellen einher. Viele Betroffene tun sich schwer, die Verluste an Alltagskompetenzen zu kommunizieren. Sie verschweigen die Krankheit so lange wie möglich und nehmen bestehende Hilfsangebote häufig viel zu spät in Anspruch.

 

Eine Demenzerkrankung kann das Leben der Betroffenen und der Angehörigen schlagartig verändern, denn einfache und alltägliche Dinge fallen ihnen plötzlich besonders schwer oder stellen gar unüberwindbare Hürden dar. Je nach Ausmaß und Fortschritt der Krankheit sind Demenzkranke kontinuierlich auf Hilfe angewiesen und kaum noch in der Lage, ihr Leben selbstständig zu meistern. Die Lebensgeschichte verblasst mit Fortschreiten der Demenz mehr und mehr und die Betroffenen können sich immer weniger an die eigene Vergangenheit erinnern. Gerade für Angehörige ist ein Demenzfall in der Familie oftmals eine große Belastung und Herausforderung, da sie sich aufgrund beruflicher oder anderweitiger Verpflichtungen meist nicht selbst um eine Demenzbetreuung kümmern können.

 

Die eigenen vier Wände geben Geborgenheit und Sicherheit. Hier können sie frei entscheiden, können sich zurückziehen, wann immer sie das möchten. Für Menschen mit Demenz hat die gewohnte Umgebung eine große Bedeutung. In den vertrauten Räumen, den Möbeln und Bildern stecken Erinnerungen, die glücklich und die Vergangenheit lebendig machen und die eigene Identität stärken.

 

Um die Reaktionen dementer Personen besser zu verstehen, kann ich ihnen ein Biografie Heft erstellen.  In dieser Biografie werden die Wünsche und Vorlieben, aber auch die Abneigungen niedergeschrieben.  So können Bedürfnisse, auch bei Menschen mit Demenz, die sich sprachlich nicht mehr oder nur schwer äußern können, leichter erkannt und so wohltuende Situationen für den Betroffenen geschaffen werden.

In dem Heft "Damals und Heute" wird die Biografie des dementen Menschen, mit seiner und der Hilfe der Angehörigen, liebevoll in Bild und Text zusammengefasst und so eine große Hilfe im Umgang mit dem erkrankten Menschen geschaffen.

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Betreuung demenziell Erkrankter...

  • Entlastung der pflegenden Angehörigen

  • Schaffung einer Tagesstruktur

  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme

  • Hilfe beim An- und Auskleiden

  • Gedächtnistraining

  • Bewegungsübungen

  • Malen & Basteln

  • Biografieorientierte Begleitung

  • Erstellung von Biografie Heften (auch als  einmalige Leistung für Menschen, die nicht von mir betreut werden)

Folgende Tipps haben sich im Umgang mit Demenzkranken bewährt

  1. Geben Sie dem Alltag Struktur!
    Ein gut geplanter Tagesablauf und feste Essens- und Schlafenszeiten helfen den Betroffenen bei der Orientierung.

  2. Flüssigkeitsmangel kann zur Verwirrtheit beitragen, daher ist viel Trinken sehr wichtig! Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 1,5 Litern pro Tag, besonders geeignet sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und Saftschorlen.

  3. Reichen Sie den Betroffenen die Lieblingsgerichte von früher, denn diese können bei nachlassendem Hungergefühl oder Appetitlosigkeit noch zum Essen verführen. Bei Schluckstörungen ist es wichtig, die Konsistenz der Speisen anzupassen, z. B. in dem sie püriert werden.

  4. Durch schöne Erinnerungen werden bei den Betroffenen oft positive Gefühle geweckt – sprechen Sie oft über schöne Erlebnisse aus der Vergangenheit.